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Bert Wrobel hat es in seinem jüngsten Beitrag schon angedeutet: Das Fußgängerschutz-Team um Matthias Erzgräber ist angesichts der verschärften Euro NCAP-Bestimmungen besonders gefordert. Ich fragte mal bei unserem Experten nach.

Was ist das Besondere am Euro NCAP Fußgängerschutz-Test?

Wie auf unseren Videos zu sehen, absolvieren die Euro NCAP-Kandidaten in den Disziplinen Frontal-, Seiten- und Pfahlaufprall plus Schleudertrauma klar definierte Durchläufe. Auch der Fußgängerschutz-Test folgt einem strengen Protokoll, es gibt aber einige Unterschiede: Erstens haben wir es mit unterschiedlichen Prüfkörpern zu tun. Diese so genannten Impaktoren sind den Körperteilen Kopf, Ober- und Unterschenkel von Erwachsenen und Kindern nachempfunden. Zweitens gibt es eine Vielzahl von Testfeldern, also Abschnitten des Fahrzeugs, die geprüft werden. Und drittens können die Euro NCAP-Prüfer die Kollisionspunkte innerhalb der definierten Testfelder frei wählen.

Welche Punkte sind das?

Wir wissen im Vorfeld nicht, welche Stellen die Euro NCAP-Prüfer aussuchen. So stand zum Beispiel bei der Beinanprall-Prüfung für den Meriva das Markenemblem im Fokus. Außerdem wurden Haubenschloss und -puffer mit dem Oberschenkel getestet. Bei den Beschüssen mit dem Erwachsenenkopf gab es Bestwertungen für die Testpunkte mit Durchschlagsrisiko auf die Instrumententafel. Die Kinderköpfe trafen auf Haubenscharnier, -gerippe, und -schloss sowie auf die Kunststoffblende der Motorhaube. Beim Kinderkopf-Anprall erzielten wir auch dank des entschärften Haubenschlosses elf von zwölf möglichen Teilpunkten.

Wie sieht das Testprozedere aus?

Zunächst müssen wir den Testkandidaten auf Neuwagen-Niveau bringen. Dabei kommt es vor allem auf die korrekte Lage der Motorraum-Komponenten an. Schließlich verformt sich die Motorhaube durch die Wucht des Anpralls bis in die Nähe der Batterie oder des Luftfilters. Sensoren in den Impaktoren, die mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h aufschlagen, zeichnen Größen wie Beschleunigung, Biegung und Scherung auf. Dank der mitlaufenden Hochgeschwindigkeitskameras können wir die Prüfungen Millisekunde für Millisekunde analysieren.

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Das Euro NCAP-Wertungssystem wurde, wie hier bereits geschildert, seit Anfang 2009 schrittweise verschärft. Dabei hat die Verbraucherorganisation dem Fußgängerschutz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Um also in Summe fünf Sterne zu erzielen, musste sich unser Expertenteam um Matthias Erzgräber schon was einfallen lassen. Auf das Ergebnis dürfen wir stolz sein: Mit rund 20 Punkten liegt der Meriva deutlich oberhalb des Euro NCAP-Schwellenwerts in dieser Disziplin.

Bei der Fahrzeug-Entwicklung gilt mit Blick auf die Fußgänger: Weiche Schale, harter Kern. Wir wollen steife Geometrien überall dort vermeiden, wo Fußgänger bei typischen Unfallszenarien mit dem Auto Kontakt haben könnten. Gleichzeitig müssen wir mit Anforderungen umgehen, die dem widersprechen – wie etwa die Poliersteifigkeit der Haube, die Dauerfestigkeit der Scheinwerferanbindungen oder auch die Funktionalität der Scheibenwischer mit Sollbruchstelle.

Natürlich arbeiten wir auch ganz eng mit unseren Design-Kollegen zusammen. Kleiner, aber feiner Nebeneffekt: Wir wissen immer als erste, wie ein neues Modell aussieht. Schon in der Skizzen-Phase sind wir dabei und können so direkt Einfluss auf die formale Gestaltung der Fahrzeugfront nehmen. Deshalb ist die Meriva-Motorhaube jetzt ausreichend stabil und zugleich nachgiebig genug, um einen Aufprall zu mildern. Und mit der Auslegung des vorderen Stoßfängersystems beugen wir schweren Verletzungen im Beinbereich vor.

Der Meriva ist ein gutes Beispiel dafür, dass Attraktivität und Sicherheit gut zusammenpassen.

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Crashtest Opel Meriva KindersitzKindersicherheit ist eine der vier maßgeblichen Säulen der Euro NCAP-Bewertung, die ich im vorigen Beitrag beschrieben habe. Der Meriva gilt ja als ausgesprochener Familienfreund. Schon deshalb lag uns die Sicherheit des Nachwuchses bei der Entwicklung besonders am Herzen. Das lässt sich an fünf Fingern abzählen bzw. an den fünf Crashtest-Sternen ablesen.

Wer auf die Opel-Kindersitzsysteme setzt, geht auf Nummer sicher. Nach unzähligen Komponenten- und Fahrzeugtests auf unseren Crash-Anlagen kann ich das guten Gewissens so sagen. Das ausgewogene Rückhaltesystem im Meriva wird den standardisierten Euro NCAP-Tests und darüber hinaus unseren strengen internen Anforderungen gerecht. Zu den Erfolgsgaranten gehört das perfekte Zusammenspiel zwischen Isofix-System, Dreipunktgurt, Energieabsorptionspolstern, Sitzanlagen-Gestaltung und Fahrgastzellen-Auslegung.

Kleines Highlight am Rande: Optische und akustische Gurtwarner auf allen Sitzplätzen. Sollte sich also der Sprössling, Typ Zappelphilipp, hinten vom Fahrzeuggurt abschnallen, wissen Mama und Papa vorne sofort Bescheid.

Besonders knifflig war wieder einmal die so genannte Integrationsarbeit. Stichwort Flexibilität: Während bei einem Fahrzeug mit statischer Sitzanordnung recht klare Verhältnisse herrschen, muss ich beim Meriva mit zig Einstellmöglichkeiten im Fond und dementsprechend vielen Variablen einen größeren Aufwand treiben, damit die Sicherheitsrechnung aufgeht.

Zugute kam uns, dass der neue Meriva nicht das erste und einzige hochflexible Opel-Modell ist. So funktionierte die Abstimmung mit den Kollegen der involvierten Fachbereiche wie Design oder Package reibungslos und zielgerichtet. Wir alle freuen uns über dieses sehr gut ausbalancierte Gesamtergebnis.

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Mein erster Beitrag beleuchtet den Fünf-Sterne-Erfolg des Meriva. Wie Euro NCAP zu den Ergebnissen kommt, möchte ich hier etwas genauer erläutern:

Euro NCAP Meriva-Crashtest Euro NCAP listet neben dem Gesamtresultat mit Jahreszahl immer auch die Einzelwertungen in puncto Insassen-, Kinder- und Fußgängerschutz sowie Sicherheitssysteme. Auf diesen vier Säulen basiert die Bilanz. Wer fünf Sterne anstrebt, muss nach „aktuellem Kurs“ mindestens folgende Punktzahlen erreichen: 28,8 – Insassen, 36,75 – Kinder, 14,4 – Fußgänger und 4,2 – Sicherheitssysteme. Darüber hinaus fließen in die Euro NCAP-Rechnung Gewichtungsfaktoren pro Säule ein. Ein erfolgreicher Testkandidat muss dann in Summe mindestens 75 Prozent der erreichbaren Punkte erzielen. So will Euro NCAP verhindern, dass unausgewogene Fahrzeugmodelle mit vereinzelten Hochpegel-Säulen überbewertet werden. Stattdessen sind nur „ausbalancierte“ Autos wie unser Meriva, der in allen Disziplinen überzeugt, rundum respektable Fünf-Sterne-Champions.

Euro NCAP Meriva-Crashtest Beispiel Insassenschutz: Wie auf unseren Videos zu sehen, kommt auf die Crashtest-Dummys einiges zu: Zu den gezeigten Frontal- und Seitenaufprall-Belastungen mit bis zu 64 km/h gesellen sich der Pfahl- und der so genannte Whiplashtest. Bei letzterem geht es um das Schleudertrauma-Risiko in der Heckaufprall-Situation.

Mit 89 Prozent beziehungsweise 32 Punkten gehört der Meriva zu den Topfahrzeugen dieser Klasse. Ihren Beitrag dazu leisten die Dreipunkt-Sicherheitsgurte an allen fünf Sitzplätzen, Frontairbags, Brust-Becken-Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags vorn und hinten außen sowie das energieabsorbierende Lenksäulensystem und die zusätzliche Polsterung im unteren Teil des Instrumententrägers. Um einen optimalen Schutz für die Insassen zu gewährleisten, müssen diese Komponenten sauber aufeinander und auf die verschiedenen Unfallarten abgestimmt sein. Mit dem hohen Aufwand, den wir bei dieser Integrationsarbeit und bei der sicherheitstechnischen Grundauslegung vom Projektstart an treiben, machen wir den Unterschied.

Euro NCAP Meriva-Crashtest Euro NCAP Meriva-Crashtest

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Meriva-Crashtest, Quelle: Euro NCAP Endlich ist es offiziell. Die unabhängige Verbraucherorganisation Euro NCAP hat den neuen Meriva in die Mangel genommen und das Ergebnis verkündet: Maximalwertung fünf Sterne. In allen Kategorien – ob beim Insassenschutz, der Kindersicherheit, dem Fußgängerschutz oder den Sicherheitseinrichtungen – erreicht der Flexibilitäts-Champion mehr Punkte als für die Topwertung erforderlich gewesen wären.

Nach Ablauf der Sperrfrist dürfen wir unseren Erfolg auch gebührend kommentieren. Als Opel-Projektleiter für die Fahrzeugsicherheit unserer „Kleinwagen“ bin ich schon ein bisschen stolz. Schließlich sind die fünf Sterne mehr wert denn je. Seit Anfang letzten Jahres wurde das Euro NCAP-Wertungssystem schrittweise verschärft. Beispiel: Wo 2009 beim Fußgängerschutz noch neun Punkte genügt hätten, um die Fünf-Sterne-Hürde zu überwinden, mussten jetzt schon mindestens 14,4 Zähler her. Das war uns aber nicht genug. Wir haben mit dem Meriva rund 20 Punkte realisiert.

Wie schon der Astra und der Insignia beweist nun auch der neue Meriva, dass attraktives Design, Komfort, hohe Variabilität und Funktionalität nicht im Gegensatz zu den passiven Sicherheitsanforderungen stehen müssen.

Die Arbeit unserer Ingenieure, Mechaniker und Techniker hat sich wirklich gelohnt. Im Laufe der Meriva-Entwicklung hat das rund 50köpfige Safety-Team über 100 Fahrzeugtests durchgeführt. Von den unzähligen virtuellen Versuchen oder Integrationsprüfungen der Komponenten und Untersysteme in Karosserien gar nicht zu reden.

Alleine die FlexDoors haben uns ganz ordentlich in Anspruch genommen. Wie praktisch diese charakteristischen Portale sind, hat sich ja herumgesprochen. Und sie sind im Crashfall auch sicher. Euro NCAP weist nach, dass die hinten angeschlagenen Fondtüren bei den getesteten Aufprallarten eine hohe Schutzwirkung entfalten. Über weitere Details berichte ich in den kommenden Wochen.

Unsere Filme machen deutlich, welchen Belastungen die Euro NCAP-Kandidaten ausgesetzt sind. Auf der Testprocedures-Seite werden die entsprechenden Versuchsanordnungen erläutert.

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Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat den neuen Meriva sehr günstig bewertet. Mit der Vollkasko neu (VKN)-Klasse 15 für den 74 kW/100 PS starken Meriva 1.4 setzen wir in dem Pkw-Stufensystem zwischen 10 (günstig) und 34 den Maßstab im Segment. Das nächstbeste Konkurrenzprodukt steht mit einer um rund 170 Euro höheren Jahresprämie zu Buche (bei 100 % Beitrag). Im Extremfall entstehen bei sonst identischen Konditionen sogar Prämienunterschiede von bis zu 750 Euro pro Jahr. Ebenso vorbildlich die Meriva-Bilanz im Dieselsektor: Während das Spektrum der Wettbewerber bis in VKN 21 reicht, halten wir mit dem 1.3 CDTI in VKN 16 und dem 1.7 CDTI in VKN 17 die Versicherungskosten im Zaum.

„Wie schafft ihr das bloß immer wieder?“, werde ich oft gefragt. Die Leser des Astra-Blogs wissen Bescheid: Durchdachte Konzeption der Aufprallbereiche plus intelligente, praxisnahe Reparaturlösungen heißt das Motto. Der Erfolg bei der Einstufung rechtfertigt unseren hohen planerischen und konstruktiven Aufwand. Die niedrigen Prämien tragen schließlich ganz wesentlich zu den niedrigen Unterhaltskosten bei und machen die Autos noch attraktiver. So profitieren wir mit den Kunden von der jahrelangen Forschung, Entwicklung, Berechnung, Simulation und Prüfung. Nicht zu vergessen die Abstimmung mit zig Abteilungen und Fachbereichen, angefangen beim Design über Package und Produktion bis hin zum Service.

Das Pflichtprogramm – den RCAR-10°/40%-Test – und darüber hinaus den ganz neuen RCAR-Bumper-Test hat der Meriva mit Bravour bestanden. Eine Extraportion Grips steckt in der bei Opel üblichen Kür: Wir berücksichtigen bei der Fahrzeugauslegung weitere praxisgerechte Situationen, die nicht direkt einstufungsrelevant sind. Das heißt: Auch wenn es jenseits der Standard-Testszenarien zu typischen Allerweltsremplern kommt, geht kaum etwas kaputt. So bleibt nicht nur die Versicherungsprämie, sondern auch die Werkstattrechnung im Rahmen. Das war uns wichtig. Schließlich gilt auch und speziell für den Meriva: Autofahren muss Spaß machen und dabei bezahlbar bleiben.

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